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Hunderettung Rumänien

Update Rumänien 2011
Hunderettung Nitra

Sternenhof unterwegs für die Ärmsten der Armen in Rumänien und Bulgarien



Bevor ich von unserer Fahrt berichte, möchte ich mich zuerst von ganzen Herzen bei allen Freunden und Unterstützern des Sternenhofs bedanken. Wir konnten über 1.500 kg Futter zu den Hunden in Rumänien und Bulgarien bringen. Ohne Ihre Hilfe wäre es uns nicht möglich vor Ort zu helfen! Sie sind es, die uns dies erst ermöglichen. Vielen Dank dafür. Außerdem möchten wir uns bei dem Verein Respektiere (www.respektiere.at) bedanken der uns schon so oft bei solch wichtigen Hilfsfahrten beiseite gestanden ist .

Unsere Fahrt begann am Dienstag den 11.05, was uns alles erwarten sollte wussten wir Gott sei Dank noch nicht. Wir sind rund 4000 km innerhalb von nur fünf Tagen gefahren. Wer die Straßen in Rumänien und Bulgarien kennt, der weiß wie lange man für einen Kilometer benötigt. Viel geschlafen haben wir in diesen fünf Tagen nicht, zum einen weil wir ständig unterwegs waren, zum anderen weil einem die Bilder der Straßenhunde nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Wieviel Hoffnung, Liebe und Engagement wir vor Ort sehen und spüren durften, das hat jedoch alle unsere Erwartungen übertroffen.

Am Mittwoch Abend waren wir dann bei unserem ersten Zwischenstopp in Temisuara (Rumänien).

Dieses mal haben wir uns entschlossen auch so dringend benötigte Sachen für Straßenkinder mitzunehmen. Wir besuchten also Pater Berno der sich mit aller Liebe um Straßenkinder kümmert. Was er geschaffen hat ist unglaublich. Ein eigenes Dorf, wo Familien eine neue Heimat bekommen. Nicht nur das, auch Essen und Arbeit wird hier geboten. Als wir alles ausgeladen hatten (Duschsachen, Kleidung, Spielsachen und etwas Süßigkeiten für die Kinder), haben wir uns noch mit Pater Berno unterhalten und er hat uns aus seinem Leben erzählt. Es ist eine Freunde Menschen zuzuhören die so wundervolle Arbeit leisten. Es machte uns Stolz solche Menschen zu kennen und wir werden ihn bei unserer nächsten Fahrt wieder besuchen, soviel steht fest. Am Rande bemerkt: Im Kloster und auch in dem Dorf leben über 20 Straßenhunde und viele Katzen, die von Pater Berno versorgt werden.




Am nächsten Morgen sind wir dann weiter zu einer Frau die sich speziell um Straßenkatzen kümmert. Sie hat alleine bei sich Zuhause über 50 Katzen die sie versorgt.

Außerdem beherbergt Sie Welpen, die sie aufgenommen hat weil die Mutter überfahren wurde, Hunde, die auf der Straße keine Chance hatten weil sie gebrochene Füße haben. Wir hatten speziell für dieses Heim viel Katzenfutter dabei. Wir haben uns dann noch etwas unterhalten, Kaffee getrunken und dann ging es weiter. Wir hatten einen strengen Terminkalender. Aber auch hier wird tolle Arbeit geleistet. Und bei unserer nächsten Fahrt werden wir wiederkommen!

Jetzt begann unsere Fahrt zu "Speranta pentru Animale".

Das ist das Heim das wir im Januar besucht und unterstützt haben. Von dort haben wir im Januar auch Ricky mitgenommen. Oana, die Leiterin vom Verein, ist eine bewundernswerte Frau. Sie opfert sich für Straßenhunde auf und leistet hervorragende Arbeit für den Tierschutz. Hier haben wir den größten Teil des Hundefutters ausgeladen. Oana betreut ca. 100 Hunde in ihrem Tierheim, dann hat sie bei ihrer Mutter noch einmal 60 Hunde und eine Freundin betreut privat ca. 90 Hunde! Wir sind sicher hier ist unsere Hilfe gut angelegt und von großem Nutzen.

Im Vorfeld hatte uns Oana von einem Todeslager für Hunde erzählt, welches wir nun besuchten um uns einen Eindruck vor Ort zu machen.

Was wir hier gesehen haben, hat uns das Blut in den Adern stocken lassen. Auf dem gesamten Gelände findet man Kadaver von toten Hunden, vergrabene und vom Regen freigespülte Schädel und eine Vielzahl von Skeletten.

Mehrere tote Hunde wurden in den Zwingeranlagen seit Tagen nicht entfernt und von den Artgenossen teilweise bis auf die Knochen aufgefressen. Es macht den Eindruck, dass es den Verantwortlichen egal ist, wie die Hunde hier leiden. Kein Tropfen frisches Wasser ist in den Zwingern. Nur von Regen und Urin zusammen gelaufen Pfützen sind zu sehen. Nirgendwo stehen Schüsseln für Wasser oder Futter. Ein ganz frisch ausgehobenes Loch ist auf der Anlage zu sehen. Hier werden anscheinend die toten Hunde beseitigt.


Dieser Anblick hat uns fast verzweifeln lassen. Was sollten wir machen? Handelte es sich doch um ein staatliches Tierheim(!)
Wir sind also zurück nach Craiova zu Oanas Heim und haben überlegt wie wir vorgehen. Schnell wurde klar wir müssen sofort reagieren und können nicht wie geplant noch in der Nacht weiter nach Bulgarien...
Also hat Oana die Presse informiert, ein Fernsehteam und mehrere Zeitungen haben ihr Interesse bekundet. Und so haben wir uns am nächsten Morgen um 7 Uhr mit der Presse getroffen um erneut zu dem Todeslager zu fahren.

  


Die Polizei, die Umweltbehörde, der Veterinär, die zweite Bürgermeisterin und ein Verantwortlicher der Stadt Slatina sind ebenfalls erschienen. Ein wahrer Verhandlungsmarathon begann und hat sich bis Mittag hingezogen.
Konsequenz: der Leiter der Anlage wurde am nächsten Tag entlassen! Wir waren nicht zufrieden mit dem Ergebnis, denn wir wollten ein Ende des Todeslagers und die Sicherheit, dass die Hunde nicht getötet werden. Was uns hier zugute kam war die Presse, die in den Abendnachrichten den Bericht in ganz Rumänien ausgestrahlt hat. Außerdem wurde am nächsten Morgen dieses Thema von vier Zeitungen aufgegriffen.
Wir erhöhten den Druck, richteten ein Protestmail ein und Oana hat sich mit dem neuen Leiter der Anlage getroffen. Hunderte Briefe in nur 4 Tagen und eine konsequente Vorgehensweise vor Ort führten zum Ziel: das Lager wird für immer geschlossen! Die 114 Hunde, die noch im Lager sind, werden kastriert und wieder in die Freiheit entlassen. Das war wohl unser erfolgreichstes Ereignis auf der gesamten Fahrt. Oana und Aurelia werden für uns die Situation weiterhin überprüfen und uns auf dem Laufenden halten. Wir konnten insgesamt 7 Hunde aus dem Todeslager mit nach Deutschland/Österreich nehmen.

  


Nun einen Tag verspätet begann die Fahrt nach Bulgarien.

Hier warteten viele Hunde auf Futter. Ein Hilferuf erreichte uns, dass das Futter in dem Tierheim nur mehr ein paar Tage reichen würde und so war für uns klar sofort zu helfen. Wir konnten Futter für einen ganzen Monat bringen, und die Freude in den Gesichtern war deutlich zu sehen als wir mit dem Bus ankamen. Von hier haben wir dann noch 12 Hunde mitgenommen, die für Deutschland und Holland bestimmt waren.

Bei unserer Rückfahrt nach Deutschland sind wir dann in Craiova bei Oana vorbeigefahren um die Hunde aus dem Todeslager mitzunehmen, die in der Zwischenzeit medizinisch versorgt wurden.

Und dann ist da noch "Hope".

Sie hat ein abgehacktes Vorderbein. Mit ihrer schweren Verletzung schleppte sich die Hündin scheinbar durch die Gegend. Leider war sie nicht schnell genug. Sie wurde von einem Auto erfasst, Hope hat einen beidseitigen Hüftbruch. Auch sie durfte mit nach Deutschland und wohnt jetzt auf unserer Arche!

Viel Elend haben wir gesehen, viel haben wir erreicht. Das alles ist aber nur Dank Ihrer Hilfe möglich. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit weiterhin. Spenden Sie auf unten stehendes Konto mit dem Verwendungszweck "Rumänien". Vielen Dank.

Spendenkonto Deutschland: Sparkasse Passau; Kto. 9077397; BLZ 740 500 00

Spendenkonto Österreich: Sparkasse Oberösterreich; Kto. 32102485567; BLZ
20320

IBAN: DE39740500000009077397; BIC/SWIFT: BYLADEM1PAS

Ihr

Erwin Denkmayr



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