Wir haben den Kampf um Gansha leider verloren.
Manchmal heißt Tierschutz auch Abschied zu nehmen...

Das Fohlen Gansha konnte seit seiner Geburt vor 8 Monaten nicht richtig gehen. Die Besitzerin Helga Eberl konnte sich die teuren Behandlungskosten für Gansha nicht leisten und so hat sie sich an uns gewendet. Wir waren sofort von Ganshas Schicksal betroffen, vor allem dass er seit mehreren Monaten nicht aufstehen konnte und ständig nur gelegen oder gesessen ist. Wir wollten Gansha helfen. Nach Rücksprache mit unserem Tierarzt für Pferde und der behandelten Tierärztin ließen wir die ersten Untersuchungen machen. Diese gaben uns Hoffnung. Gansha litt an keinem Gen-Defekt und auch an keiner unheilbaren Erbkrankheit. Also versuchten wir Spenden für ihn zu sammeln um eine aufwendige und teure Behandlung in einer speziellen Pferdeklinik zu finanzieren.
Wir entschlossen uns Gansha in die Uni-Klinik für Pferde nach München zu transportieren. Hier begannen die aufwendigen Untersuchungen, Gansha wurde komplett geröntgt und einen halben Tag am ganzen Körper untersucht. Am Nachmittag kam dann der große Schock. Die behandelten Ärzte nahmen uns alle Hoffnung.
Durch das ständige Liegen (über 6 Monate) ist ein Lungenflügel gänzlich geschädigt, Gansha konnte nicht richtig abhusten. Die Hufe haben sich durch das Nichtbenützen nicht richtig entwickelt und auch der hintere Bewegungsapparat hatte nicht unwesentliche Schäden durch die ständige Fehlstellung, denn Gansha saß oft auf seinem Hintern. Das Entscheidende war jedoch die Nervenzerstörung im hinteren Rückenmark, was wahrscheinlich bei der Geburt passierte.
Die behandelten Tierärzte von der Uni-Klinik in München gaben uns den Rat Gansha zu erlösen da eine Operation nicht möglich wäre und keine Aussicht auf Heilung bestünde.
Abschied zu nehmen ist schwer. Jedoch über diesen Abschied auch entscheiden zu müssen ist noch schwerer. Manchmal heißt Tierschutz aber auch diese Entscheidung im Wohle des Tieres zu treffen und so entschlossen wir uns nach vielen Gesprächen mit mehreren Tierärzten für die Erlösung durch Einschläfern von Gansha. Wir sind sehr traurig, sahen wir ihn doch schon gesund mit seiner Mutter über die Wiesen galoppieren. Aber das Leben kommt manchmal anders als man es sich vorstellt...
Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken die Gansha die nötige Behandlung erst ermöglicht haben. Vielen Dank! Wir haben einen kleinen Überschuss an Spenden, die für Gansha eingegangen sind. Wir sind der Überzeugung, dass es in Ihrem Interesse ist wenn wir dies für den nächsten Notfall, ein Pferd, das unsere Hilfe benötigt, verwenden werden.
Vielen Dank.
Erwin Denkmayr