Diese Webseite verwendet Cookies von Dritten, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Wenn Sie weiterhin auf diesen Seiten surfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Weitere Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

 

MEIKI’s Geschichte

Im Juli 2017 ging ein Anruf auf dem Sternenhof ein: Ein Mann hatte eine Katze neben einer Straße gesehen, die dann in den Straßengraben geflüchtet ist. Ob wir uns darum kümmern könnten? Beim Anruf bei der Polizei erhielt er nur ein müdes Lächeln: die Polizei hätte sich um Wichtigeres zu kümmern als um eine angefahrene Katze, die sowieso bald tot ist. Hart, aber verständlich!

 

Also packten 2 Tierpflegerinnen schnell die übliche Rettungsausrüstung zusammen: Transportbox, Handschuhe, Fangnetz. Und ab gings mit dem Tierrettungsauto Richtung Hartkirchen. Der Mann, der angerufen hatte, erwartete unser Team schon ungeduldig. „Da ist die Katze rein!“ rief er aufgeregt und deutete auf ein Maisfeld. Unsere Tierpflegerinnen sahen sich an: Und wie sollen wir das Tier in einem so großen Maisfeld finden??

 

Etwas skeptisch packten sie die mitgebrachten Utensilien aus dem Auto und machten sich auf den Weg zum Maisfeld. Sie brauchten nicht lange zu suchen. „Da ist sie!“ rief Elke. Das Fangnetz warf sie gleich auf den Boden, als sie das Tier sah: mit angstvoll geweiteten Augen lag die abgemagerte schwarze Katze verdreht auf der Seite. Es war schnell klar, dass das Tier schwer verletzt war. Die beiden Tierpflegerinnen versuchten es zu beschwichtigen, der trotz seiner nicht mehr bewegungsfähigen Hinterbeine in Panik versuchte, mit den Vorderpfoten davonzurobben. Ganz vorsichtig hoben sie das Tier auf und legten es sanft in die mitgebrachte Transportbox.

 

Die Kollegen vom Hof hatten nach etlichen Telefonaten den nächstgelegenen Tierarzt ausfindig gemacht und das verletzte Tier bereits angekündigt.

Die Diagnose der Tierärztin war niederschmetternd: dreifache Unter-schenkelfraktur! Die musste in einer Tierklinik behandelt werden. Da stellte sich die Frage:

die schwarzen Katze, die uns mit großen Augen ängstlich ansah, einschläfern lassen aufgrund ihrer schweren Verletzungen oder in die Tierklinik bringen?? Das würde viel Geld kosten!

 

Wir haben uns für die Klinik entschieden. Beim Röntgen während der OP wurde zudem festgestellt, dass zur Unterschenkelfraktur noch ein Beckenbruck kam. Auch das noch!! Wir zweifelten an unserer Entscheidung, den Kater (er war männlich wurde in der Klinik festgestellt) operieren zu lassen. Egal!! Er lag nun schon in Narkose auf dem OP-Tisch!

Beide Brüche wurden geschraubt, er wurde wieder zusammengeflickt und auch gleich kastriert. Der Kater, den wir Meiki nannten, wurde nach einigen Tagen Klinikaufenthalt entlassen und zur weiteren Pflege in einem Zimmer im Katzenhaus am Sternenhof Pocking untergebracht. Die Halskrause, die er tragen musste, sollte das Lecken und Beißen an der großen Wunde verhindern und das gefiel Meiki gar nicht.

 

Der kleine Bursche hatte glücklicherweise von Anfang an großen Appetit und erholte sich wider Erwarten schnell! Über der Naht an seinen Hinterbeinen wuchs das Fell wieder nach, die Halskrause konnte bald entfernt werden, Meiki lebte sich in seinem neuen Zuhause gut ein. Es war eine große Freude mit anzusehen, dass er an Gewicht zunahm und seine Gehversuche von Tag zu Tag besser wurden.

 

Meiki hatte bald viele Fans, die sich nach ihm erkundigten, und sehr zu unserer Überraschung fand sich rasch eine nette Familie, die ihn bei sich aufnehmen wollte. Viele Menschen scheuen sich davor ein so schwer verletztes Tier aufzunehmen, da man davon ausgehen muss, dass hohe Folgekosten anfallen könnten. Aber das war der Familie egal: sie hatten den zutraulichen schwarzen Kater mit dem kleinen weißen Kinnfleck sofort ins Herz geschlossen und gaben ihm ein schönes Zuhause. Und wie uns Meikis Familie bestätigt gibt er ihnen die Liebe und Zuneigung tausendfach wieder zurück.

 

Wir haben nach dem Erhalt der Klinikrechnung ganz heftig schlucken müssen, unsere Entscheidung aber trotzdem nicht bedauert. Der kleine Bursche hätte nie eine Chance gehabt, wenn nicht auch unsere Spender dazu beigetragen hätten, dass wir Tieren in Not helfen können.

Und dafür sagen wir von ganzem Herzen

DANKE an unsere Spender!

DANKE im Namen aller unserer Tiere und derer, denen wir hoffentlich noch helfen können!

DANKE, dass Sie an unsere Arbeit glauben!

DANKE, dass Ihnen Tiere genau so wichtig sind wie uns!